Live Per­for­mance, 2004

von Carsten Schnei­der und David le Viseur

Jemand sagt bloß “Die Glocke” oder “Der Hand­schuh” oder “Die Kraniche des…”  und sofort wer­den, reflexar­tig, die Sprach- und Bild­wel­ten dieser Schiller-Gedichte in unseren Köpfen lebendig. Genau dieser psy­chol­o­gis­che Effekt macht es möglich, wirk­lich alle (1800+) Gedichte Schillers in nicht mehr als ein­er Stunde zu präsen­tieren. Also nur durch ihre Titel. In ordentlich­er alpha­betis­ch­er Rei­hen­folge. Ein­er­seits: Bil­dungs- oder Poe­sie-Sport. Ander­er­seits: Ein neues, einzi­gar­tiges, eige­nar­tiges Mon­u­men­talgedicht, das einge­bet­tet in aber­witzige Klang­wel­ten, live, im freien Spiel der Akteure, der Instru­mente, Stim­men und Effekt-Kaskaden entste­ht.

Pre­miere: “Helden” The­ater Fes­ti­val, Berlin 2004
Auf­führun­gen u.a.:  Club der Pol­nis­chen Ver­sager, Kul­turvere­in Kin­s­ki, Sophien­saele Berlin

Web­seite von Carsten Schnei­der: www.carstenschneider-kunst.de

Auss­chnitt: “Elegie auf den frühzeit­i­gen Tod”