Nitro­cel­lu­lo­se Thread of Vinyl Mas­ters in Mir­ror Boxes, 2017

The Song Remains No.1-3, 2017, Installation View
The Song Remains No.1–3, 2017, Instal­la­ti­on View

Wenn man eine Vinyl-Plat­te abspielt, dann ist die Musik, die ertönt, ver­gleich­bar mit einem foto­gra­fi­schen Posi­tiv. Die Plat­te ent­spricht also dem Nega­tiv. Wenn das ers­te Mal Ton zur Schall­plat­te wird, wenn der groo­ve des Mas­ter-Lathe aus hoch­brenn­ba­rer Nitro­zel­lu­lo­se geschnit­ten wird, ent­steht ein fei­ner, fra­gi­ler Faden. Die­ser Faden, der so unhör­bar wie die Musik unsicht­bar ist, ist wie die Musik selbst, eben­falls ein Posi­tiv – ein mate­ri­el­les Posi­tiv.
Ephe­mer, kon­text­frei, ver­wor­ren – ein rät­sel­haf­tes Über­bleib­sel. Die hier gezeig­ten Wer­ke bestehen aus genau die­sem Faden, das heißt: aus tau­sen­den Lie­dern. Es ist eine Form mate­ria­lis­ti­scher Syn­äs­the­sie. Wie klingt das, was man sieht? Wie sieht Musik aus? Was bleibt vom ver­klun­ge­nen Lied?

Sun down yel­low moon
Nitro­cel­lu­lo­se Thread of Vinyl Mas­ters in Mir­ror Box
42 x 42 x 20 cm, 2017

It’s the truth and it don’t make a noi­se
Nitro­cel­lu­lo­se Thread of Vinyl Mas­ters in Mir­ror Box
42 x 42 x 20 cm, 2017

I know you’ve got a god-shaped hole
(Do you still love rock and roll?)
Nitro­cel­lu­lo­se Thread of Vinyl Mas­ters in Mir­ror Box
42 x 42 x 20 cm, 2017